Freitag, 23. Januar 2009...12:27

Il Vento fa il suo Giro

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Als wir im November 2008  über Giorgio Dirittis Film ‚Il Vento fa il suo giro‘ berichteten, taten wir das, um kurz darauf aufmerksam zu machen, dass dieser preisgekrönte Film über das fiktive okzitanische Dorf Chersogno gerade in einigen deutschen Programmkinos lief. Selbst gesehen hatten wir den Film damals aber noch nicht.
vento-giro Wir waren uns auch alles andere als sicher, was uns erwarten würde. Bei diversen Filmfestivals ausgezeichnete Filme treffen selten unseren – zugegebenermaßen eher elitären – Geschmack. Eingestellt waren wir gedanklich also auf ein  Gemisch aus okzitanischer Folklore und schön anzusehender Berg-und-Tal-Romantik, angereichert mit einer klitzekleinen Prise Kritik an der so oft thematisierten ‚Erstarrung‘ dieser Täler. Weit gefehlt!

‚Il Vento fa il suo giro‘ ist weder klebrig-süßlich, noch käme er als Hochglanzwerbefilm für die Valli del Cuneese in Frage. Also nicht der leiseste Ansatz von Courths-Mahler mit Ghironda unter dem Chersogno. Mehr darüber, was sich hinter den Fassaden der schön anzuschauenden Häuser in diesem ‚Paradies für Wanderer‘ abspielt, verraten wir hier nicht. Können den Film nun aber wirklich guten Gewissens empfehlen.

Er wurde im Mairatal gedreht, in Prazzo, Acceglio, Celle di Macra, Dronero, Macra, San Damiano Macra und Ussolo. Das halbe Tal war auf den Beinen, um als Komparsen mitzuwirken. Und selbstverständlich – wie hätte es anders sein können – spielt Sergio Berardo (Lou Dalfin) beim Dorffest auf. Aber: Ogni riferimento a persone e a fatti realmente accaduti é puramente casuale – Ähnlichkeiten mit realen Personen oder tatsächlichen Gegebenheiten wären rein zufällig.

Die DVD – 110 Minuten, wahlweise mit englischen oder französischen Untertiteln – ist überall im Mairatal erhältlich und wird exklusiv von der Associazione ‘Donne di Montagna’ vertrieben.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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