Mittwoch, 1. Juli 2009...19:54

Schon wieder Bartgeier-Nachwuchs im Mercantour

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Das im Jahr 1993 als Gemeinschaftsprojekt des französischen Mercantour Nationalparks und des italienischen Parco Naturale delle Alpi Marittime gestartete Bartgeier-Wiederansiedlungsprojekt ist überaus erfolgreich. Was sicher auch daran liegt, dass es von Beginn an flankiert war von Aufklärungsmaßnahmen, um der Mär vom ‚Lämmergeier‘, der lebende Tiere reißt, endlich den Boden zu entziehen.

bartgeier

Gekrönt wurde diese Erfolgsgeschichte im Vorjahr, als dort mit Parouart nach über 100 Jahren in den Seealpen erstmals wieder ein Bartgeier in Freiheit geboren wurde.

Nun wurde im Juni dieses Jahres nochmals nachgelegt:
Als Verstärkung für ‚Topolino‘, ‚Valdieri‘, ‚Firmin‘, ‚Gelas‘ und all die anderen Bartgeier, die noch aus Zuchtstationen stammen, wurden im Juni – passender- und werbewirksamerweise: am Weltumwelttag – nochmals zwei junge Bartgeier ausgewildert: Condamine und Vaulabelle. Die Aussetzung erfolgte auf circa 1.900 Meter Höhe in einem Felsvorsprung bei Vignols/ Roubion, also ganz in der Nähe des ‚Sentier Panoramique du Mercantour‘ GR52A.
Die Finanzierung des Monitorings dieser beiden Jungvögel übernimmt wieder, wie schon für die im Jahr 2007 ausgewilderten Bartgeier ‚Rocca‘ und ‚Fontvieille‘, die monegassische Fondation Prince Albert. Auch ‚Condamine‘ wurde deshalb nach einem Ortsteil des Fürstentums benannt, wohingegen man bei ‚Vaulabelle‘ bereits auf den Name einer Quelle ausweichen musste. 

Hier noch ein paar Fakten (*):
Vaulabelle schlüpfte am 24.02.2009 im Zuchtzentrum in Haute-Savoie. Es handelt sich um ein Weibchen.
Condamine ist am 28.02.2009 im Zoo von Ostrava geschlüpft. Die Geschlechtsbestimmung ist noch nicht abgeschlossen.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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* Wir danken Dr. Richard Zink vom Internationalen Bartgeier Monitoring für diese Infos, die sich in französischen Medien so detailliert nicht finden ließen.

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