Archiv des Autors: Sabine Bade

Die Petroglyphen des Vallée des Merveilles und das UNESCO-Welterbe …

… eine fast schon unendliche Geschichte
Die Felsenzeichnungen im Valcamonica wurden bereits 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. So auch die Höhlenmalereien in Lascaux. Dass die prähistorischen Felsritzungen in der Umgebung des Mont Bégo, die unter dem Namen ‚Vallée des Merveilles‘ zusammengefasst werden, bisher noch nicht offiziell zum Welterbe gehören, ist somit eher erstaunlich – schließlich handelt es sich um die zweitgrößte Fundstelle von Petroglyphen im gesamten Alpenraum.

Vallée des Merveilles, Sektor "Fontanalba" - Foto: © Wolfram Mikuteit

Nun ist es nicht etwa so, dass die Verantwortlichen des Parc National du Mercantour, in dem das Vallée des Merveilles liegt, sich nicht sehnsüchtig die Aufnahme in die Liste der Welterbestätten wünschten. Sie arbeiten auch seit vielen Jahren permanent an entsprechenden Konzepten. Die ändern sie jedoch hin und wieder – auch schon mal grundlegend.

Gravuren im Vallée des Merveilles, Sektor "Fontanalba" - Foto: © Wolfram Mikuteit

Anstatt allein für die besonders schützenswerten Petroglyphen-Fundstellen des Vallée des Merveilles das UNESCO-Weltkulturerbe-Label anzustreben, sollte der gesamte Nationalpark – als Weltnaturerbe – einbezogen werden. Eine Ausweitung des Projektes auf den im Norden direkt angrenzenden italienischen Parco Naturale delle Alpi Marittime – beide gehen in ihren Ursprüngen auf das ehemalige königliche Jagdrevier Valdieri-Entracque zurück – war der nächste Schritt.

Bassa del Druos, im Parco Naturale delle Alpi Marittime - Foto: © Wolfram Mikuteit

Im Jahr 2002 setzten Frankreich und Italien gemeinsam das Gebiet des Doppelparks auf die ‚Tentative List‘ der UNESCO: Diese Liste ist recht unverbindlich und enthält lediglich
Projekte, für die die einzelnen Bewerberstaaten eventuell (!) einen Antrag auf Aufnahme stellen wollen. So unverbindlich, dass beispielsweise Italien im Jahr 2006 gleich den gesamten Alpenbogen auf diese Liste setzen ließ („Alps: Western Alps, Dolomites, Eastern Alps“).

Espace transfrontalier Marittime-Mercantour – Les Alpes de la Mer
Während also in den vergangenen Jahren akribisch Kulturstätten im französisch-italienischen Parkgebiet restauriert wurden, um die Kriterien der Unterschutzstellung auch ja zu erfüllen, wurden zwischenzeitlich die Karten wieder neu gemischt:
Seit dem 15. April 2013 gibt es einen veränderten Eintrag in der ‚Tentative List’. Der Aspekt ‚Kultur’ wurde darin völlig aufgegeben und das Gebiet von Mercantour und Parco Alpi Marittime um den Parco Naturale del Marguareis und den Parco Naturale Regionale delle Alpi Liguri erweitert. Der neue UNESCO-Aspirant heißt jetzt offiziell „Espace transfrontalier Marittime-Mercantour (Les Alpes de la Mer)“.

Punta Marguareis, 2.651 m, im gleichnamigen Naturpark - Foto: © Wolfram Mikuteit

Sich derart schnittig an der aktuellen Vergabepraxis der UNESCO zu orientieren – die nicht nur die inflationäre Handhabung der Vergabe des Labels, sondern auch die unausgewogene geografische Verteilung und die Bevorzugung von Kultur- gegenüber Naturerbestätten sukzessive aufheben möchte – mag zweckorientiert sein. Nachvollziehbar ist uns indessen nicht, wieso der gesamte Alpenkamm vom Colle della Maddalena bis fast ans Mittelmeer von herausragender universeller Bedeutung sein soll – die zweitgrößte Fundstelle von Petroglyphen im gesamten Alpenraum hingegen nicht.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Ligurische Alpen, Mercantour, Seealpen

Mairatal – Übernachtungsmöglichkeiten und Preise für 2013

Seit Anfang dieses Jahres besteht die Comunità Montana Valli Grana e Maira zwar offiziell nicht mehr (einer der vielen, wenig nachvollziehbaren Beschlüsse der Region Piemont hat – kaum waren die Comunità Montane am grünen Tisch zusammengelegt worden – nun ihre vollständige Auflösung besiegelt), einen 27-seitigen Flyer mit den für 2013 gültigen Preisen aller Übernachtungsstätten, vom Hotel bis zum Bivacco, hat sie aber noch online gestellt.

Mairatal - Gardetta-Hochebene und Rocca la Meja, Foto: © Wolfram Mikuteit

Genießen wir diesen Service – wer weiß, ob es ihn in Zukunft noch geben wird.

OSPITALITA’ IN VALLE MAIRA 2013 als PDF (524 kb).

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Übernachten, Cottische Alpen, Mairatal, Okzitanien

Mercantour – Vallée des Merveilles: Das Refuge Fontanalba bleibt im Jahr 2013 geschlossen

Da der wichtigste Inhalt dieser Kurzmeldung bereits durch die Headline übermittelt wird, bleibt uns nur noch wenig hinzufügen:

Das private Refuge des Skiclub Nizza wird dieses Jahr renoviert und nach aktuellem Stand erst im Juni 2014 wiedereröffnet.

Das ist nicht sonderlich problematisch, da diese Hütte – im Gegensatz zu vielen anderen im Nationalpark Mercantour – an keinem großen Fernwanderweg liegt, dadurch auch nicht dringend zur Etappenunterkunft benötigt wird.

Lediglich der Einkehrstopp bei Touren ab Casterino zu den langsam verlandenden Lacs Jumeaux muss somit entfallen. Was aber nicht von einem Besuch im Vallée de Fontanalba abhalten sollte:

Denn hier direkt unterhalb des von Mythen umrankten Mont Bégo gelangt man zur ‚Voie Sacrée‘, jenen orangefarbenen Schieferfelsen, auf dem Clarence Bicknell einst die mit 284 verschiedenen prähistorischen Piktogrammen wichtigste Fundstelle im Vallée de Fontanalba identifiziert hat. Nach wie vor ist die exakte Bedeutung der auf die Bronzezeit zu datierenden Bilder ungeklärt.

Mittlerweile herrscht die Anschauung vor, dass es sich bei der hochgelegenen Region um prähistorische Alpgebiete handelte. Dass jene Stellen, an denen sich die Felsbilder häufen, phantastische Aussichtspunkte abgeben, ist dem Wanderer heute eine wahre Freude – für die Hirten von damals gaben sie Plätze ab, von denen aus sie ihre Herden stets gut überblicken konnten.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Übernachten, Mercantour, Seealpen

Piero Calamandrei zum 25. April

Am 25. April wird in Italien der Tag der Befreiung vom Nazifaschismus gefeiert. Wir nehmen diesen von Beginn an heftig umstrittenen italienschen Nationalfeiertag zum Anlass, an die Worte eines jener Männer zu erinnern, die die italienische Verfassung mit geschaffen haben: Piero Calamandrei, Jurist, Dichter und Antifaschist der ersten Stunde.

Schließlich stammen von ihm auch die Worte „Ora e Sempre Resistenza!“, die heute von jenen Menschen verwendet werden, die sich vehement dagegen stemmen, dass diese Verfassung stetig weiter ausgehöhlt wird. Aktueller geht’s nicht.

Wenn Ihr dorthin pilgern wollt, wo unsere Verfassung geschaffen wurde, geht in die Berge, wo die Partisanen fielen, in die Gefängnisse, wo sie eingekerkert waren, in die Lager, in denen sie hingerichtet wurden.
Geht überall dorthin, wo ein Italiener starb, um die Freiheit und die Würde zurückzuerlangen, geht dorthin, oh Jugend, mit dem Gedanken, dass dort unsere Verfassung geschaffen wurde.

Piero Calamandrei, Professor für Zivilprozessrecht in einer Vorlesung in Mailand 1955

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Resistenza

Die Freiheit zum Greifen nah – Tragödie am Colle Galisia

Das tragische Schicksal der 41 Männer, die bei der Überquerung des Colle Galisia im November 1944 starben, gehört zur Geschichte der Resistenza im Valle Orco. Sie wachzuhalten, hat sich u. a. das Cà del Meist mit seiner permanenten Ausstellung auf die Fahnen geschrieben.

Lago Serrù, 2.278 m - links die Cima della Vacca, 3.186 m - und rechts der Colle Galisia, 2.987 m Den seit alters her von Schmugglern, Händlern und Auswanderern genutzten Weg über den Colle Galisia (2.987 m) nahmen die Partisanen regelmäßig. Um sich bei Auskämmungsaktionen kurzfristig in das bereits befreite französische Arctal abzusetzen, zur Verbindungsaufnahme mit den Alliierten und um Flüchtlinge in Sicherheit zu bringen.

So auch im November 1944:
Eine Gruppe englischer Kriegsgefangener, der im September 1943 die Flucht aus einem Internierungslager gelungen war und die sich seitdem bei den Partisanen im Valle Sacra aufhielt, sollte nach Frankreich gebracht werden. Geführt wurden sie von ortskundigen Partisanen der VI. Divisione Canavesana Giustizia e Libertà und einigen Autonomen.

Von Ceresole Reale stiegen die 44 Männer am 7. November auf zum Lago Agnel, übernachteten dort und gingen dann, obwohl sich das Wetter zusehends verschlechterte, weiter zum Pass. Erst nach Einbruch der Dunkelheit kamen sie dort an, viel später als geplant. Zwei Engländer blieben – sie waren zu erschöpft, um weitergehen zu können – in Begleitung von Giuseppe Mina und Carlo Diffurville zurück. Sie sollten später nachgeholt werden. Bei Eiseskälte (minus 25 Grad) suchten sie Schutz unter einer Felswand am Galisia und warteten auf Rettung. Als die nicht kam, machten sich Mina und Diffurville donn doch an den Abstieg. Und fanden bei den Gorges du Malpasset, ganz in der Nähe des alten Refuge Prarirond, die gesamte Gruppe begraben unter einer Lawine. Erst am 17. November 1944 konnte Alfred Southon mit schwersten Erfrierungen vom Galisia geborgen werden. Sein Begleiter Walter Rattue war einen Tag vorher gestorben.

Am Lago Serrù beginnt ein anspruchsvoller Weg, vorbei am unbewirtschafteten und nur mit Schlüssel zugänglichen Rifugio Pian della Ballotta,  hinauf zum Colle Galisia – der Sentiero Internazionale Colle della Losa. Schwierigkeitsgrad nach italienischem Rating EEA, was in etwa dem Schwierigkeitsgrad T6 für “schwieriges Alpinwandern” der Wanderskala des Schweizer Alpen-Clubs entspricht. Der Aufstieg von Frankreich aus über das Refuge Prarirond gestaltet sich einfacher.

Im Cà del Meist in Ceresole Reale (etwas zurückgesetzt ggü. des Albergo Meuble Sport) ist im Erdgeschoss die Dokumentation Galisiaquarantaquattro zur Tragödie am Colle Galisia zu sehen. Im Obergeschoss ist die Biblioteca della Montagna Gianni Oberto untergebracht. Wer nach Literatur zum Tal und der gesamten Gran-Paradiso-Region sucht, wird hier ganz bestimmt fündig.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Gran Paradiso, Orcotal, Resistenza

Stolperstein-Spaziergang durch Saluzzo

Dass Saluzzo mit seiner sehr gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt, den vielen Palazzi, engen Gassen und Torbögen und wegen der herrlichen Lage am Alpenrand eine Reise wert ist, kann man in den meisten Piemont-Reiseführern nachlesen.

Hinweise auf die jüngere Geschichte – auch wie die Stadt ihrer gedenkt – fehlen dort jedoch. Die Geschehnisse der 20 Monate andauernden deutschen Besatzung Norditaliens bleiben ein ‚weißer Fleck‘. Dem versuchen wir ein wenig entgegen zu setzen; hier mit dem Hinweis auf einen Stolperstein-Spaziergang entlang des ‚Tracce del ricordo‘, der wissenswerte Einblicke in die Historie des Ortes vermittelt. Eine etwas andere Art des ‚Sightseeings‘.

Tracce del ricordo

Im Jahr 2009 wurde in Saluzzo der ‚Tracce del Ricordo‘ eingerichtet:
Vor den früheren Wohnhäusern von 21 in deutschen Konzentrationslagern ermordeten Juden wurden Gedenkplatten in den Boden eingelassen. Sie sind nur unwesentlich größer als die von Gunter Demnig verlegten Stolpersteine und dienen demselben Zweck: die Erinnerung wachzuhalten an das Schicksal der Menschen, die im Nationalsozialismus vertrieben, deportiert und ermordet wurden. Unter den Namen der Opfer, ihrem Alter und dem Konzentrationslager steht jeweils, warum sie dort ermordet wurden: „perché ebreo“ – weil sie Juden waren.

Die jüdische Gemeinde von Saluzzo

Seit Ende des 15. Jahrhunderts leben Menschen jüdischen Glaubens in Saluzzo. Ende des 18. Jahrhunderts siedelten sie sich nach und nach entlang der heutigen Via Deportati Ebrei (früher: Via degli Israeiliti) an, wo das jüdische Ghetto entstand. Im Jahr 1832 wurde dort die Synagoge errichtet. Nachdem Juden im Zuge des italienischen Risorgimento im Jahr 1848 ihre Emanzipation erlangt hatten, wuchs die jüdische Gemeinde von Saluzzo zu einer der größten in der der Provinz Cuneo. Als angesehene Bürger der Stadt nahmen ihre Mitglieder am gesellschaftlichen Leben teil, beteiligten sich am Ersten Weltkrieg, und einige von ihnen waren Mitglieder der faschistischen Partei Mussolinis.

Nachdem ab Mitte der 1930er-Jahre eine breitangelegte antisemitische Pressekampagne sukzessive den Boden für eine Ausgrenzung der Juden gelegt hatte, ließ Mussolini im Juli 1938 das Rassenmanifest (Il fascismo e i problemi della razza) veröffentlichen, das die theoretische Grundlage für die späteren Gesetze darstellen sollte. Darin wurde u.a. behauptet, dass es eine „reine italienische Rasse“ arischen Ursprungs gäbe, der die Juden nicht angehörten. Im August 1938 fand die Zählung der Juden (censimento nazionale degli ebrei) statt, die später den Deutschen für Verhaftungen und anschließende Deportationen in die Vernichtungslager diente.

1938 lebten 45 Juden in Saluzzo. Mit den ab September 1938 verabschiedeten Rassegesetzen wurden sie aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen: ihre Kinder mussten die Schulen und Universitäten verlassen, sie verloren ihre Anstellung in öffentlichen Institutionen und die Lizenz zum Betreiben ihrer Firmen. Durch die damit ausgesprochenen Berufsverbote und die Enteignung jüdischen Vermögens wurde ihnen ihre ökonomische Grundlage entzogen. Ihre physische Verfolgung setzte mit der deutschen Besatzung ein, die unmittelbar auf die italienische Waffenstillstandserklärung vom 8. September 1943 erfolgte, als sich Mussolini und seine Komplizen dafür entschieden, die italienischen Juden der deutschen Deportations-Maschinerie auszuliefern und der Gestapo bei der Verfolgung der Juden freie Hand zu lassen. Die in Saluzzo und der gesamten Provinz Cuneo lebenden Juden wurden verhaftet und die meisten von ihnen im Sammellager von Borgo San Dalmazzo interniert. Einige andere, wie die 74-jährige Anna Segre Levi, zunächst nach Turin gebracht, dort verhört und gefoltert, später deportiert.
Am 15. Februar 1944 wurden die in Borgo San Dalmazzo Inhaftierten zunächst in Viehwaggons in das Lager in Fossoli gebracht, von wo aus der Weitertransport im August 1944 über Bozen in die Vernichtungslager von Auschwitz und Buchenwald erfolgte. 29 Menschen aus Saluzzo wurden dort ermordet. Der junge Isacco Levi, der sich durch Flucht in die Berge rettete, wo er sich der Partisanenbewegung anschloss, verlor auf diese Weise seine gesamte 13-köpfige Familie.

Informationen:
An der Piazza Risorgimento (Ecke Via Spielberg/ Via Deportati Ebrei) gibt es einen Plan zum ‚Tracce del ricordo‘. Dort sind die Verlegeorte der einzelnen Stolpersteine eingezeichnet.

Wer den Spaziergang noch erweitern möchte, sollte die Synagoge und den jüdischen Friedhof von Saluzzo besuchen.
Der Friedhof befindet sich seit 1795 in der Via Lagnasco. Hier wurden für alle in den Vernichtungslagern ermordeten Juden spezielle Gedenktafeln aufgestellt: „Per non dimenticare“, um nicht zu vergessen. Die seit 1964 nicht mehr genutzte Synagoge steht in der Via Deportati Ebrei. Friedhof und Synagoge können nur nach Anmeldung in der Tourismuszentrale von Saluzzo besichtigt werden: info@saluzzoturistica.it  – Tel. 0175-46710, Fax 0175- 46718.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Cottische Alpen, Resistenza

Trekking für Pflanzenliebhaber in den Ligurischen Alpen

Der Parco naturale del Marguareis, der Einen oder dem Anderen vielleicht noch als ‚Parco naturale Alta Valle Pesio e Tanaro’ bekannt, bietet in diesem Sommer (28.6.-3.7.2013) ein einwöchiges ‚botanisches Trekking‘ an, das vom Valle Pesio bis ans Mittelmeer führt. Und wendet sich damit explizit auch an deutschsprachige Wanderer und Naturliebhaber.

Begleitet wird die Wanderung durch die extrem artenreiche Flora der ligurischen Alpen (ca. 1.500 Arten) von den Naturführern Karen Kloss und Ivan Pace, zudem einem Parkranger und einem Botaniker. Damit dürften unterwegs keine Fragen offen bleiben.

Nach kurzer Einstimmung im Besucherzentrum des Naturparks in Chiusa di Pesio (verbunden mit einem Besuch in der ‚Banca del germoplasma vegetale della flora autoctona del Piemonte‘, der ‚Samenbank‘ des Piemont) wird gewandert: 

  Rifugio Garelli

Vom Rifugio Pian delle Gorre zunächst über einen Abschnitt des Giro del Marguareis zum Rifugio Garelli mit dem nach den Botanikern Emile Burnat und Clarence Bicknell benannten Alpingarten, weiter zum Rifugio Barbera und von dort ab mit Schlenkern in die Täler entlang der italienisch-französischen Grenze Richtung Süden. Dass auch der ‚Sentiero degli Alpini’ unterhalb von Monte Toraggio und Monte Pietravecchia zum Programm gehört, versteht sich von selbst.

Das komplette Programm gibt es hier als PDF-Download.

Übernachtet wird in Berghütten und Hotels. Der Preis für die einwöchige botanische Wanderung (Übernachtung, Frühstück, Picknick und Abendessen, Gepäcktransport und Transfers während der Tour) wird in etwa bei 450 Euro liegen.

Weitere Informationen können bei Karen erfragt werden: todokaren@gmx.de.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Ligurische Alpen, Pesiotal, Tanarotal

Von den Quellen der Maira hinauf zum Passo della Cavalla

Als kleinen Vorgeschmack auf den kommenden Sommer hier ein paar ‚bewegte Bilder‘ aus den Dolomiten von Cuneo im Valle Maira:

Der kurze Film zeigt schöne Aus- und Tiefblicke vom Sentiero Pier Giorgio Frassati, den wir hier detailliert beschrieben haben, auf den Passo della Cavalla und die umliegenden Gipfel, auf Lago d’Apzoi, Lago Visaisa und die Ruine des Albergo-Rifugio Principe di Piemonte.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Cottische Alpen, Mairatal