Archiv der Kategorie: Mairatal

Mairatal – Übernachtungsmöglichkeiten und Preise für 2013

Seit Anfang dieses Jahres besteht die Comunità Montana Valli Grana e Maira zwar offiziell nicht mehr (einer der vielen, wenig nachvollziehbaren Beschlüsse der Region Piemont hat – kaum waren die Comunità Montane am grünen Tisch zusammengelegt worden – nun ihre vollständige Auflösung besiegelt), einen 27-seitigen Flyer mit den für 2013 gültigen Preisen aller Übernachtungsstätten, vom Hotel bis zum Bivacco, hat sie aber noch online gestellt.

Mairatal - Gardetta-Hochebene und Rocca la Meja, Foto: © Wolfram Mikuteit

Genießen wir diesen Service – wer weiß, ob es ihn in Zukunft noch geben wird.

OSPITALITA’ IN VALLE MAIRA 2013 als PDF (524 kb).

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Übernachten, Cottische Alpen, Mairatal, Okzitanien

Von den Quellen der Maira hinauf zum Passo della Cavalla

Als kleinen Vorgeschmack auf den kommenden Sommer hier ein paar ‚bewegte Bilder‘ aus den Dolomiten von Cuneo im Valle Maira:

Der kurze Film zeigt schöne Aus- und Tiefblicke vom Sentiero Pier Giorgio Frassati, den wir hier detailliert beschrieben haben, auf den Passo della Cavalla und die umliegenden Gipfel, auf Lago d’Apzoi, Lago Visaisa und die Ruine des Albergo-Rifugio Principe di Piemonte.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Cottische Alpen, Mairatal

Neues Bivacco im Mairatal – das Danilo Sartore unterhalb des Colle del Sautron

Am 7. August 2011 wird das auf 2.440 Metern Höhe gelegene neue Bivacco Danilo Sartore mit einer Einweihungsfeier seiner Bestimmung übergeben.

Leuchtend rot mit einem bis auf den Boden heruntergezogenen Dach in Form eines Spitzzeltes steht diese Unterkunft in hervorragender Aussichtslage – talauswärts bis über Acceglio hinaus – direkt am Weg auf den Colle del Sautron (2.687 m).

Bivacco Danilo Sartore - Mairatal Mit freundlicher Genehmigung: cuneotrekking.com

Das Bivacco bietet bei komfortabler Belegung Platz für acht Personen. Zur Not geh’n auch vierzehn, die alle nicht im Dunkeln sitzen müssen: Eine kleine Solaranlage sorgt für die notwendige Beleuchtung.

Benannt ist es nach einem jungen Mann, der vor acht Jahren mit nur 22 Jahren bei einem Bergunfall starb. Zur Erinnerung an ihn haben seine Eltern das Bivacco errichten lassen.

Das Bivacco Danilo Sartore ist im Winter unverschlossen, im Sommer mit Schlüssel zugänglich, der in Ponte Maira im Cafè Ciarbonet hinterlegt ist. Tel.: +49 0171 99070 und +49 384 9896706.

Der Colle del Sautron damals und heute

Das „Heute“ ist ganz schlicht zu beschreiben:
Wer im nordwestlichsten Zipfel des Mairatals auf mehrtätiger Tour unterwegs ist, findet mit den Sentieri ‚Pier Giorgio Frassati‘, ‚Dino Icardi‘ und  ‚Roberto Cavallero‘ drei ganz außergewöhnliche und gut markierte Wege vor, wobei die beiden Letztgenannten abschnittsweise stark exponierte Stellen aufweisen.

Mit dem neuen Bivacco Danilo Sartore ist eine Ergänzung zum schon bestehenden Übernachtungsangebot geschaffen worden, das die Lücke zwischen Bivacco Barenghi (2.815 m) und Bivacco/Rifugio Stroppia (2.260 m) im Norden und den Bivacci Bonelli (2.323 m), Enrico Mario (2.650 m) und Le Due Valli (2.600 m) im Süden schließt.

Zum „Damals“ können wir nur Fragmente liefern.
Gelegen zwischen dem Monte Vallonasso (3.034 m) im Norden und dem Monte Viraysse bzw. Cime del Coste du Col (2.838 m) im Süden stellte der Pass die kürzeste Verbindung zwischen dem Vallée de l’Ubayette und dem Mairatal dar und soll bereits von den Römern im 1. und 2. Jh. n.u.Z. genutzt worden sein.

Valle Maira 1:25k - ESCURSIONISTA EDITORE
Mit freundlicher Genehmigung: ESCURSIONISTA EDITORE

Das größte Verkehrsaufkommen dürfte der Pass im 19. Jh. erreicht haben, als die Auswanderungswelle nach Frankreich ihren Höhepunkt erreichte. Die Ruinen des Ricovero Croce Paesana, ehemalige Notunterkunft für die piemontesischen Wanderarbeiter, und eine Gedenktafel, in italienischen Karten als ‚Lapide Emigranti‘ verzeichnet, erinnern an diesen Zeitabschnitt.
Während des Junikrieges 1940 und der ‚Schlacht um die Westalpen‘ wurde der Pass von der italienischen Infanteriedivision Forlì gehalten. Bei ihrem Ziel, die kurz hinter der Grenze liegende Festung Viraysse zu erobern, scheiterte sie kläglich.

Am 12. Mai 1944, seit September 1943 war Norditalien von der deutschen Wehrmacht besetzt, kam es auf der Passhöhe zu einem Zusammentreffen von Vertretern der italienischen Partisaneneinheit ‚Giustizia e Libertà‘ und der französischen Resistance,  um die Möglichkeiten koordinierter Aktionen auszuloten und Vorgespräche für einen formellen Pakt zwischen den Widerstandsbewegungen beider besetzter Staaten zu führen. Zwei weitere Treffen sollten folgen. Ersteres am 20. Mai in Barcelonette, die Italiener schickten mit Duccio Galimberti ihren ranghöchsten Vertreter. Die Abschlussvereinbarung wurde am 31. Mai in Saretto unterzeichnet.

Nach dem Krieg nutzten piemontesische Schmuuggler den Pass auf ihrem Weg ins französische Larche – Reis gegen Salz aus der Provence.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Übernachten, Cottische Alpen, Mairatal

Mairatal – Übernachtungsmöglichkeiten und Preise für 2011

Hier das akuelle Verzeichnis für 2013!

Wer im Internet nach Übernachtungsmöglichkeiten im Mairatal sucht, wird auch ohne Italienischkenntnisse rasch fündig.
Schließlich liest man in deutschsprachigen Medien von TAZ über ZEIT bis hin zu BRIGITTE, wenn über „Wandern im Piemont“ berichtet wird,  noch immer fast ausschließlich vom Valle Maira. Diesem Tal, das einmal als „Geheimtipp“ für sanften Wandertourismus galt.

In der aktuellen Übernachtungspreisliste nicht aufgeführt: Capanna Sociale Carmagnola – eine zum “Rifugio” umfunktionierte Mussolini-Kaserne, auf 2.840 m Höhe gelegen, ungefähr zwiscchen Colle di Bellino und  Monte Faraut. Zu erreichen von Acceglio aus in Richtung Norden durch das Vallone Traversiera.  12 Plätze, unbewirtschaftet.

Was dann auch zwangsläufig dazu geführt hat, dass man in keinem anderen der Täler entlang des piemontesischen Westalpenbogens auf so viele deutschsprachige Wanderer trifft wie dort. Und längst auch einige Betreiber von Übernachtungsbetrieben dazu übergehen ließ, ihr Albergo ganz auf die Bedürfnisse der deutschsprachigen Wanderer auszurichten. Wozu natürlich auch ein deutschsprachiger Internetauftritt gehört.

Wir wissen nicht, ob es der Comunità Montana Valli Maira e Grana darum ging, daraus entstehende Disparitäten auszugleichen. Auf jeden Fall bietet sie nun einen 2o-seitigen Flyer mit den für 2011 gültigen Übernachtungspreisen aller Übernachtungsstätten, vom Hotel bis zum Bivacco, an.

OSPITALITA’ IN VALLE MAIRA 2011 als PDF (270 kb).

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Der Sentiero Pier Giorgio Frassati im Mairatal

Vor 100 Jahren wurde im oberen Mairatal das Albergo-Rifugio Principe di Piemonte eröffnet. Ein echter Savoyer-Prinz war bei der Einweihung zwar nicht anwesend, dafür aber Giovanni Giolitti, der vor und nach der Jahrhundertwende insgesamt fünfmal italienischer Ministerpräsident war.

Albergo-Rifugio Principe di Piemonte In der Vorankündigung der „Rivista“ des Club Alpino Italiano von 1910 wurde geworben mit cucina alla casalinga (Hausmannskost), prächtiger Aussicht auf den tieferliegenden Lago Visaisa und der guten Erreichbarkeit über die Mulattiera. Vollpension  kostete 6 Lire – die darüberhinaus angebotenen Milchkuren waren etwas teurer.

Unweit der Ruine dieses Hauses – es brannte 1924 ab – führt heute der „Sentiero Pier Giorgio Frassati“ vorbei. Einer der Sentieri Frassati sollten wir schreiben, denn mittlerweile existieren über ganz Italien verteilt 18 Wanderwege, die nach diesem jungen Mann benannt sind.

Pier Giorgio Frassati (1901-1925), Sohn des Gründers der liberalen Tageszeitung La Stampa Alfredo Frassati, widmete sein stark vom katholischen Glauben geprägtes Leben der Unterstützung von Kranken und Bedürftigen in den Elendsvierteln von Turin. Und war als Bergsteiger zudem in den Organisationen Gioventù Cattolica, Club Alpino Italiano und Giovane Montagna aktiv. Er starb im Alter von nur 24 Jahren an den Folgen einer nicht rechtzeitig erkannten Kinderlähmung. Am 20. Mai 1990 erfolgte seine Seligsprechung durch Papst Johannes Paul II. 1996 ist aus dem italienischen Alpenverein heraus die Idee entstanden, Wanderwege in allen italienischen Regionen nach ihm zu benennen. Der erste Sentiero Pier Giorgio Frassati entstand im selben Jahr in Kampanien; im Jahr 2011 werden weitere Wege eingeweiht in Sardinien, dem Trentino und Apulien.

Sicher eine der reizvollsten Touren in den sogenannten „Dolomiten von Cuneo“ führt die nach PGF benannte, ca. 6-stündige Rundwanderung im Mairatal von den namensgebenden Quellen, den Sorgenti del Maira bei Saretto, aussichtsreich hinauf zum Colle della Cavalla (2.539 m).Colle delle Munie Weiter über eine sattgrüne, blumenübersäte und seenreiche Hochebene zum Colle delle Munie (2.542m), einem schon in frühen Zeiten benutzten Übergang zwischen den Tälern Maira und Ubayette. Markiert wird dieser Pass von einem Grenzstein aus dem Jahr 1823, die  französische Lilie auf der einen, das „Croix de Savoie“ auf der anderen Seite. Wenig später ist der erste Blick auf den Lago d’Apzoi spektakulär. Er liegt in einem kleinen Talkessel unterhalb des Monte Oronaye, und wenn im Valle d’Apsoi noch Schnee liegt, wirkt es ein wenig, als würde ein Gletscher in den See auslaufen. Dieser See mit dem Bivacco Bonelli ist einen kurzen Abstecher unbedingt wert. Für Selbstversorger ein Hideaway, wie man es sich schöner kaum vorstellen kann – vorausgesetzt, man hat sich vorher in Acceglio den Hüttenschlüssel besorgt. Lago Visaisa - Chiappera - Rocca Provencale - Valle di Maurin Der darauf folgende Abstieg eröffnet in der Kombination von Tief- und Fernblicken eine Art vertikales Panorama: Unten der Lago Visaisa, in der Ferne die Szenerie von Chiappera, Rocca Provencale und Valle di Maurin. So gelangt man kurz unterhalb der Baumgrenze zu einem namenlosen Pass (2.050 m) mit überragender Aussicht auf den Lago Visaisa. Ein kurzer Abstecher führt zur Ruine des Albergo-Rifugio Principe di Piemonte. Auch ohne Milchkur noch heute ein lohnenswertes Ziel.
Wer nur eine Kurztour unternehmen möchte, schlägt den Weg über den Sentiero Frassati in umgekehrter Richtung ein und erreicht die Ruine innerhalb einer Stunde.
Wir haben diese Rundtour in unseren Piemont-Wanderführer aufgenommen. Und den im Juni 2009 eingeweihten Sentiero Frassati im valdostanischen Val d’Ayas, der über die Alta Via 1 verläuft, stellen wir demnächst hier vor.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Cottische Alpen, Mairatal

Unser Piemont-Wanderführer ist jetzt erschienen

Kurz und knapp zum Thema „Der piemontesische Westalpenbogen ist viel zu attraktiv, um ihn Weitwanderern zu überlassen!“ die Meldung, dass unser Piemont-Wanderführer jetzt erschienen ist.

Piemont Wanderführer mit 38 Touren und GPS-Tracks zum Herunterladen,
Michael-Müller-Verlag 2010, ISBN 978-3-89953-566-2,
240 Seiten, 14,90 €

Bei Bestellung über den Michael-Müller-Verlag erfolgt die Lieferung innerhalb Deutschlands versandkostenfrei.

Download Leseprobe 1, Tour 15: Monviso-Region: Von Villanova zum Rifugio Willy Jervis auf der Hochebene Conca del Prà

Download Leseprobe 2, Tour 24: Mairatal: Rund um die Rocca Provenzale

Wir haben den Piemont-Wanderführer bereits im Frühjahr ausführlich vorgestellt, sodass wir heute nur noch das Inhaltsverzeichnis nachliefern.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

Gran-Paradiso-Region und Lanzo-Täler
Tour 1      Kleine Seenrunde im Herzen des Gran Paradiso
Tour 2      Von der Nivolet-Hochebene zum Mont Taou Blanc
Tour 3      Vom Colle del Nivolet über die Laghi Losere ins Orco-Tal
Tour 4      Vom Lago di Ceresole Reale zum Rifugio Guglielmo Jervis und Colle di Nel
Rifugio Gastaldi und Bessanese Tour 5      Vom Pian della Mussa zum Rifugio Gastaldi
Tour 6      Vom Lago di Malciaussia über die Pässe Croce di Ferro und Coupe

Susa-Tal
Tour 7      Auf Pilgerwegen rund um die Sacra di San Michele
Rocciamelone Tour 8      Zum höchsten Wallfahrtsberg der Alpen, dem Rocciamelone
Tour 9      Panoramarunde um den Lago del Moncenisio
Tour 10      Von Salbertrand zur Testa dell’Assietta
Tour 11      Durch das Valle Stretta zum Wallfahrtsberg Mont Thabor

Waldensertäler und Monviso-Region
Tour 12      Runde beim Forte di Fenestrelle
Tour 13      Vom Rifugio Selleries zu den Laghi La Manica und Laus
Tour 14      Von Prali zu den Tredici Laghi
Tour 15      Von Villanova zum Rifugio Willy Jervis auf der Hochebene Conca del Prà
Tour 16      Zur Felsensiedlung Balma Boves
Tour 17      Kleine Seenrunde an den Quellen des Po
Buco di Viso und Colle delle Traversette Tour 18      Zum Colle delle Traversette und Rifugio Giacoletti
Tour 19      Giro del Monviso – Drei-Tage-Tour um den »König aus Stein«

Dolomiten von Cuneo
Tour 20      Zum Rifugio Bagnour in den Bosco dell’Alevè
hinterm Col Longuet - bereits in Frankreich Tour 21      Zu den Laghi Blu und über den Col Longet hinweg
Tour 22      Zu den steinernen Pilzen Ciciu del Villar
Tour 23      Zum idyllischen Bergsee Lago Nero unterhalb der Gardetta-Hochebene
Tour 24      Rund um die Rocca Provenzale
Tour 25      Auf dem Sentiero Pier Giorgio Frassati zu den Pässen Cavalla und Munie
Tour 26      Zwei-Tage-Tour auf dem Maira-Weg über die Gardetta-Hochebene
Tour 27  Kurze Runde über den Colle dei Morti

Seealpen und Ligurische Alpen
Tour 28      Auf Schäferwegen von Pontebernardo nach Sambuco
Tour 29      Von Sant’Anna di Vinadio zu den Laghi Lausfer
Tour 30      Auf Schmugglerpfaden von Ferrere zum Colle di Puriac
Tour 31      Von Sant’Anna di Valdieri zum Rifugio Dante Livio Bianco
Tour 32      Runde zum Rifugio Genova-Figari am Lago del Chiotas
durch den Schnee zum Rifugio Questa
Tour 33      Auf königlichen Spuren rund um die Hochebene Pian del Valasco
Tour 34      Von Terme di Valdieri zur Hochebene Lagarot di Lourousa
Tour 35      Von Limonetto über den Grenzkamm zum Fort Pernante
Tour 36      Zu den östlichen Festungen am Colle di Tenda
Tour 37      Zu den Wasserfällen beim Pian delle Gorre
Tour 38      Kleiner Giro del Marguareis – Drei-Tage-Tour

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Maria Schneiders Centro Culturale Borgata San Martino im Mairatal

Das Valle Maira galt einmal als das „Schwarze Loch Europas“, das eine Bevölkerungsdichte wie Alaska aufwies und galoppierende Landflucht zu verzeichnen hatte. Davon ist heute längst nichts mehr zu spüren. Mit den Percorsi Occitani, dem Maira-Weg, ist eine Erfolgsgeschichte des sanften Wandertourismus geschrieben worden, die ihresgleichen sucht.

Dieser Erfolg hat zwar viele Mütter und Väter, ist aber bis heute untrennbar mit dem Engagement von Maria und Andrea Schneider verbunden, die im Sommer 1990 in San Martino das Centro Culturale Borgata eröffneten. Dieses liebvoll eingerichtete Haus in herrlicher und abgeschiedener Lage ist längst kein Geheimtipp mehr, aber nach wie vor unbedingt empfehlenswert. Vor allem wegen Maria Schneiders Kochkunst, die das Haus seit dem Tod von Andrea im Jahr 2004 alleine führt.

Centro Culturale Borgata San Martino - Mairatal

Wir haben seit der Existenz dieses Blogs noch nie über diese Kult-Institution geschrieben. Warum Eulen nach Athen tragen? Denn wenn über „Wandern im Piemont“ berichtet wird, ist ohnehin meist vom Valle Maira die Rede, und Maria Schneiders Centro Culturale Borgata in San Martino wird dabei in aller Regel auch erwähnt (sei es in der TAZ, der  ZEIT oder in Frauenzeitschriften wie Brigitte). Auf andere, weniger bekannte Orte hinzuweisen, erschien uns stets wichtiger.

Diesem Prinzip bleiben wir treu – und schreiben gerade deshalb heute über Maria Schneider. Über deren Internetseite können Wanderer nämlich Reservierungen in 15 anderen Posti Tappa im Mairatal vornehmen. Die Daten werden in Italienisch übermittelt.
Ein schöner Service, wie wir finden!

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Dinosaurier-Spurenfunde auf der Gardetta

Dass die Gardetta-Hochebene etwas ganz Besonderes ist, war uns ja immer schon klar. Wo sich heute zwischen den Tälern von Maira, Stura und Grana auf circa 2400 Metern Höhe eine sanft gewellte Hochebene ausbreitet, die mit Gipfeln unterschiedlichster erdgeschichtlicher „Epochen“ umgeben ist, wogten früher die Wellen eines Meeres. Was längst anhand von Meeresfossilien (Algen, Korallen, Muscheln etc.) nachgewiesen ist.

Gardetta 

Absolut neu aber ist der Fund von Spurenfossilien, von Fussabdrücken eines jungen Dinosauriers. Prof. Michele Piazza von der Universität Genua und der Geologe Enrico Collo entdeckten sie voriges Jahr während einer Exkursion. Vor einigen Tagen hat nun Dr. Heinz Furrer, Kurator des Paleontologischen Museums der Universität Zürich, die Fussspuren (insgesamt acht, von denen drei sehr gut erhalten sein sollen) vor Ort analysiert. Er hat den Fund bestätigt und geht „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ davon aus, dass es sich bei diesem Dinosaurier um ein junges, circa anderthalb Meter großes Exemplar des Typus Ticinosuchus ferox handelt. Die Spuren seien ca. 245 Millionen Jahre alt.
Ein „Tessindrache“ also, wie sie auch im Gebiet um den Monte San Giorgio bei Lugano gefunden wurden, das wegen seiner enormen Menge von gut konservierten Reptilienfossilien im Jahr 2003 zum UNESCO-Naturerbe erklärt wurde.

Ticinosuchus 
Wo genau sich die Fundstätte auf der Gardetta befindet, wurde bisher nicht veröffentlicht (was wohl auch gut ist).
Am 22. August 2009 um 16 Uhr wird Enrico Collo die bisherigen Untersuchungsresultate im Sala Polivalente in Marmora/ Canosio (beim Zeltplatz Lou Dahu) vorstellen.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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