Archiv der Kategorie: Via Alpina

Neues Albergo in Balme: Statt ‘Camussot’ nun ‘Les Montagnards’

Als uns Antonella und Guido Rocci voriges Jahr davon erzählten, dass sie das Antico Albergo Camussot Ende 2011 würden schließen müssen, fielen wir aus allen Wolken. Balme ohne ihr liebevoll geführtes Haus, das uns in jeder Hinsicht – und alle Jahre wieder – Anlass zum Schwärmen gab??
Les Montagnards - Balme

Nach den Hintergründen befragt, erläuterten uns die Beiden, dass ihr Pachtvertrag auslief und der Eigentümer ihrem ursprünglichen Plan, das Haus zu kaufen, nicht zustimmte.

In diesem Gespräch hörten wir aber auch bereits von ihrem neuen Projekt:

Im Ortsteil Cornetti gäbe es ein anderes Traditionshaus, das sie nach ihren Vorstellungen liebevoll umbauen wollten. Und das auch, wie bisher das Camussot, als Posto Tappa für Wanderer auf GTA und Via Alpina fungieren soll.

Rechtzeitig zu Beginn der neuen Saison haben Antonella und Guido nun vorige Woche das ‚Les Montagnards’ eröffnet. Wir wünschen Antonella und Guido einen guten Start.

Les Montagnards
Frazione Cornetti 73
10070 Balme (TO) Italy
Tel. +39 0123 23 30 73
www.lesmontagnards.it
info@lesmontagnards.it

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Übernachten, Lanzotäler, Via Alpina

Via Alpina und Tour des Glaciers de la Vanoise – aktualisierte Neuauflagen

Wir hinken mal wieder etwas hinterher, was die Verkündung froher Botschaften zu Neuauflagen unserer Wanderführer anbelangt: Schon seit einiger Zeit sind aktualisierte Neuauflagen zu den Wanderführern

Besonders freuen wir uns darüber, dass wir endlich aktualisierte Versionen der beiden Via-Alpina-Wanderführer vorstellen können. Manche Strecken sind wir dafür erneut abgegangen, haben dem Thema ‚Verkehrsanbindung der einzelnen Etappenorte‘ nun ein eigenes Kapitel widmen können wie auch dem Aspekt ‚Naturschutzgebiete in der Region‘.  Die Angaben zu Übernachtungspreisen, Busverbindungen und Kartenmaterial entsprechen dem Stand März 2011.

Trotz dieser Neuauflagen werden wir wie gewohnt Aktualisierungen zu den älteren Auflagen auf unserer Seite http://www.westalpen.eu fortschreiben – damit sich auch Wanderer, die noch mit der alten Auflage unterwegs sind, stets über aktuelle Veränderungen informieren können.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter bergauf bergab, Ligurische Alpen, Maurienne, Seealpen, Tarentaise, Vanoise, Via Alpina

Via-Alpina-Homepage mit neuen Funktionalitäten

Seit kurzem besteht die Möglichkeit, sich für ausgewählte Etappen der Via Alpina ein Guide-Book online zusammenzustellen. Man wählt die Ausgangs- und Zieletappe der Strecke und erhält als Ergebnis eine PDF-Datei zum Download.
Wie umfangreich das Ergebnis ausfallen soll, kann nach Bedarf selbst festgelegt werden: Kurzbeschreibung, Detailbeschreibung, Höhendiagramm, Zwischenziele, Kontaktadressen u.a. können das Dokument wahlweise komplettieren.
Auch die Kommentare von Wanderern, die ggf. den einen oder anderen Tipp oder Korrekturen der Daten enthalten, kann man in dieses Guide-Book einfließen lassen.

Via Alpina 

Diese Datenexportfunktion ersetzt aktuell noch keinen (guten!) Wanderführer. Was aber noch werden kann – wenn nämlich die Kommentarfunktion rege genutzt wird und damit die lokal Verantwortlichen in die Pflicht genommen werden, die an die Via Alpina gemeldeten Streckendaten endlich zu korrigieren!

Ein überflüssiger Geniestreich aus Brüssel?
Dass von dieser seit einem halben Jahr existierenden Kommentar- und Korrekturfunktion nicht häufiger Gebrauch gemacht wird, können wir uns nur mit dem weitverbreiteten Via-Alpina-Bashing erklären, dass wohl ursächlich mit der Förderung durch das EU-Interreg IIIB-Programm zu tun hat. Wer wie wir die einschlägigen Foren verfolgt, liest von imaginären Leuten, die sich „in Brüssel“ über die Landkarte gebeugt haben sollen, um die Wege der Via Alpina festzulegen. Diese oft angeprangerten „Schreibtischtäter“, die „mit dem Finger auf der Landkarte“ entlang gefahren sind und von denen „keiner die Strecke jemals gegangen ist“, sitzen in Wirklichkeit recht nah am Geschehen, gehören meist auch den jeweiligen Alpenvereinssektionen als Partnerorganisationen der Via Alpina an. Dass jedes Land die Wegverläufe über sein Territorium eigenständig und vollkommen unabhängig festgelegt und die dazugehörenden Etappendaten geliefert hat, sollte eine bekannte Tatsache sein. Aber auf „Brüssel“ schimpfen zu können ist stets ein gutes Ventil und trifft den Volkszorn.

Lac de Savine - Via Alpina, blauer Weg, Etappe D35 zw. Rif. Vaccarone und Ref. du Petit Mont Cenis Lac de Savine, blauer Weg der Via Alpina zw. Rif. Vaccarone und Ref. du Petit Mont Cenis, Etappe D35

Das Projekt ist öffentlich finanziert, somit muss dessen Internetpräsenz gefälligst alle Daten enthalten, die sonst in einem Wanderführer stehen, nur besser, nämlich absolut fehlerfrei. Aber subito! Haben wir schließlich mit unseren Steuern alles mitbezahlt!

Dass jeder Wanderweg auf die eine oder andere Weise öffentlich finanziert wird, machen sich dabei nur die Wenigsten klar! Interessierte mögen sich beispielsweise die Fördersumme für den Rheinsteig (durch die Länder Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen und die Landkreise und Kommunen) anschauen und auf die Wanderkilometer umlegen!

Die Sache mit den „Steuergeldern“ scheint alles andere zu überlagern: Dass die Via Alpina im Rahmen der Alpenkonvention zur Förderung eines nachhaltigen und umweltverträglichen Tourismus anerkannt wurde, wird schnell vergessen. Auch das Konzept der Verknüpfung von verschiedenen bereits existierenden Wanderwegen zu einem grenzüberschreitenden Ganzen gerät bei Machem eher zu einem Makel. Dabei ist es ein Anachronismus, der längst auf die Müllhalde der Geschichte gehört, dass es auch im Europa des 21. Jahrhunderts noch Wanderwege gibt, die auf 1.800 Meter Höhe an einer Staatsgrenze beginnen. Wobei es machmal noch nicht einmal nationale, sondern lediglich regionale Grenzen sind, die einen Wanderweg fast im Nirvana enden lassen: Man denke nur an die ‚Grande Traversata delle Alpi‘, die den gesamten piemontesischen Westalpenbogen durchzieht, dann aber abrupt kurz vor der Grenze zur Nachbarregion Ligurien im winzigen Dorf Viozene (übrigens ohne Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel) endet!

Seealpen mit Caire Prefouns in den Seealpen zum Rifugio Questa – im Hintergrund die Caire Prefouns, Vial Alpina, roter Weg, Etappe R141

Wer im Vergleich mit der öffentlichen Förderung anderer Fernwanderwege also endlich zu dem Ergebnis kommt, dass der „Haufen Geld“ für die Via Alpina eigentlich nur ein „Häuflein“ ist, das zudem noch für Übersetzungen aller Dokumente und aller Seiten der Homepage in die vier Alpensprachen und ins Englische stark beansprucht wurde – mag endlich den Kopf dafür frei haben, dass es sich lohnen kann, die eigenen Erfahrungen zum Weg anderen Wanderern über die Kommentarfunktion zur Verfügung zu stellen.

Allen Lesern ein ereignisreiches Jahr 2010 – sei es nun auf langen oder kurzen Touren!

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Via Alpina

Neue Via-Alpina-Homepage

Die Homepage der Via Alpina wurde überarbeitet und hat seit heute auch ein neues Erscheinungsbild.

Die meisten Änderungen betreffen das ‚technische Innenleben‘ der Site und sind für uns Betrachter nicht zu erkennen. Wenn wir die Sache richtig verstanden haben, soll es dadurch nun für die regional Verantwortlichen viel einfacher sein, Änderungen an den Etappendaten durchzuführen.

via-alpina

Ansonsten:
Neben dem äußeren Erscheinungsbild („bye, bye Baby-Blau“) und einer etwas abgewandelten Navigation ist das Forum abgeschaltet worden. Wir trauern ihm nicht nach.
Dafür gibt es jetzt pro Etappe die Möglichkeit, Kommentare einzufügen. Wir haben diese neue Funktion bereits ausprobiert und für einige Etappen des Roten und des Blauen Weges Hinweise hinterlegt. Das einfache Handling wird hoffentlich dazu führen, dass von dieser Funktion rege Gebrauch gemacht wird.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter bergauf bergab, Via Alpina

Refuge de Nice nach Umbau ab Mitte Juli wieder geöffnet

Nach Auskunft des CAF de Nice-Mercantour wird das Refuge de Nice, das seit 2006 wegen Totalrenovierung geschlossen blieb, am 15. Juli 2009 wieder geöffnet.

Damit steht dann im oberen Vésubietal (Haute Gordolasque) entlang des Roten Weges der Via Alpina wieder eine Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung – vorbei also die Zeiten, in denen all jene Wanderer, die nicht als Selbstversorger unterwegs waren, vom Refuge de la Madone de Fenestre (Etappe R145) gleich bis zum Refuge de Valmasque weitergehen mussten.

Das alte Haupthaus  ist erhalten geblieben und wurde in den neuen Anbau integriert – der Gesamtkomplex ist damit kaum wiederzuerkennen.
Refuge de Nice-Chevalier de Cessole Gleich daneben und in seiner ursprünglichen Form seit über 100 Jahren vollkommen erhalten geblieben ist hingegen das älteste Refuge des Départements Alpes-Maritimes, das im Jahr 2002   nach Victor de Cessole benannt wurde.  Nach dem Mann, der die Sektion Alpes- Maritimes des französischen Alpenvereins (CAF) geprägt hat wie kein anderer: seit 1889 Mitglied im erst spät (1874) gegründeten französischen Alpenverein, war er von 1900 bis 1932 Präsident der Sektion Alpes-Maritimes, regte den Bau von Schutzhütten an, veröffentlichte so viel über seine Wanderungen, dass diese Schriften heute eine ganze Bibliothek im Palais Massena in Nizza füllen, und tat viel dafür, anderen Menschen seine Liebe für die heimatlichen Berge zu vermitteln.

cessole2Weil wir durchaus auch in neueren Wanderführern immer wieder von einem hochkomplizierten schriftlichen Anmeldeprocedere für die Hütten im Mercantour lesen – das eher abschreckt als zu Wanderungen in dieser Region einlädt – weisen wir hier nochmals darauf hin, dass schon lange die Möglichkeit besteht, eine Reservierung über das Internet durchzuführen!

Unter www.cafresa.org kann man sich den Belegungsplan der einzelnen Hütten anschauen und anschließend  online eine Reservierung vornehmen. Die pro Person/ Übernachtung fällige Anzahlung von 10 Euro wird über Kreditkarte abgewickelt, und kurz darauf erhält man via E-Mail eine Reservierungsbestätigung.

Außerhalb der französischen Ferienzeit (Mitte Juli bis Ende August) hatten wir zudem noch nie Probleme, uns erst am Morgen für den jeweiligen Abend anzukündigen.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

Siehe auch:
Durchaus vorhanden – attraktive Übernachtungsmöglichkeiten im Mercantour

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Eingeordnet unter Übernachten, Mercantour, Seealpen, Vésubietal, Via Alpina

Was blüht wann im Parco delle Alpi Liguri?

Grauer Himmel in Deutschland, wohin man auch schaut. Gerade die richtige Zeit also, um einzutauchen in das Blütenmeer der Ligurischen Alpen.
Einen virtuellen, ganz auf den besonderen Pflanzenreichtum des seit Ende des Jahres 2007 bestehenden ‚Parco Naturale Regionale delle Alpi Liguri‘ ausgerichteten Streifzug ermöglicht die Seite „A Caccia di fioriture sulle Alpi Liguri“.

Für die einzelnen Gebiete wie Monte Saccarello, Monte Toraggio, Monte Grai etc. finden sich dort Informationen über das generelle Vorkommen der Pflanzen und Hinweise auf besondere Raritäten. Darüberhinaus gibt ein Kalender Aufschluss über die jeweiligen Blütezeiten. Wer etwa plant, im Monat Juni am Monte Saccarello zu wandern, kann so vorab erfahren, dass dort dann Gelber Enzian und Trollius Europaeus gerade blühen. Und sieht zudem, was  im weiteren Verlauf der Via Alpina in Richtung Mittelmeer am Monte Toraggio gerade in Blüte steht.

Wobei die Kammwanderung hoch über den nur noch 30 bis 40 Kilometer vom Mittelmeer entfernten Tälern, die die Erlöserstatue am Monte Saccarello beschützen soll, in allen Monaten von Mai bis Ende September für Pflanzenliebhaber ausserordentlich viel zu bieten hat. Dass dann hinter dem Wegstück über den ‚Sentiero degli Alpini’ (mit Edelweiss und blauem Enzian in so mancher Felsspalte) gleich viele mediterrane Pflanzen hinzu kommen, erhöht noch den Reiz.
Was für die Verantwortlichen des Kartenwerkes ‚Alpes sans Frontieres/ Alpi senza Frontiera’ wohl auch der  Grund war, die dort verlaufende Wegstrecke nach dem englischen Botaniker Clarence Bicknell zu benennen. Der hatte sich auf der Suche nach der endogenen Saxifraga Florulenta, einer äußerst seltenen Steinbrechart, von seinem Wohnort Bordighera aus in das Vallée des Merveilles aufgemacht und war dabei nur durch Zufall auf jene Gravuren gestoßen, die heute als zweitgrößte prähistorische Fundstelle des gesamten Alpenraumes bekannt sind.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Ligurische Alpen, Via Alpina

Via Alpina mit neuem Schwung

Nicht jedem, der sich für die Via Alpina interessiert, ist bereits aufgefallen, dass unter www.via-alpina.org seit kurzem auch RSS-Feeds zum Abonnement zur Verfügung stehen: eines für ‚Aktuelles‘, ein anderes für ‚Editorial‘.

Das aktuelle Editorial, das wir vorgestern im ‚Briefkasten‘ hatten, veröffentlichen wir nachfolgend ungekürzt. Um aufzuzeigen, dass sich gerade ‚viel bewegt‘:

________________________________viaalpina______________________

13.03.2009
Alles bewegt sich

Schritt für Schritt fügt sich die Via Alpina in die alpine Landschaft ein. Zur Vorbereitung Ihrer Wanderung bieten wir nun neben der neuen Rubrik „Dokumentation“ (seit Ende 2008) auch den Bereich „Via Alpinisten am Wort“. Hier finden Sie eine Reihe von Reiseberichten und technischen Informationen, die von Wanderern nach ihrer Rückkehr von der Via Alpina oder vor dem Aufbruch zur Verfügung gestellt wurden. Somit haben Sie eine gute Ergänzung zu den offiziellen Informationen und vor allem viele persönliche Alpenblicke.

Und das ist noch nicht alles… Wir überarbeiten unseren Internetauftritt, damit er noch leistungsfähiger wird: Anfang Juni 2009 wollen wir mit der neuen Version online gehen und im Laufe des Sommers kommt die von vielen erwartete kostenlose „maßgeschneiderte“ Download-Funktion der Wanderführer. Also bis bald!

Mit alpinen Grüßen,

Das Team der Via Alpina

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Wer wie wir schon lange auf einen neuen Via-Alpina-Newsletter wartet, oder eventuell mit dem recht leblos erscheinenden Forum etwas hadert, findet mit dem Feed-Abo nun eine gute Möglichkeit, sich über Neuigkeiten zu informieren.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Via Alpina

Im Schnee zum Passo della Gardetta

Dieser schneereiche Winter legt zwar den Autoverkehr in den Westalpen etwas lahm – man bedenke: seit über einem Monat gelingt es nicht, die Transitstraße über den Colle della Maddalena/ Col de Larche vollständig zu räumen – beschert aber optimale Bedingungen für Schneeschuh- und Skitouren. Was uns zu einem Abstecher ins Mairatal bewog, in dem wir lange nicht mehr waren (*).

Gardetta-Hochebene mi Rocca la Meja und Rifugio Gardetta

Eine schöne und zudem sehr einfache Tour führt aus dem Unerzio-Seitental hinauf zum Passo della Gardetta mit toller Aussicht auf die gleichnamige Hochebene mit der Rocca la Meja. Die Strecke entspricht dem ersten Teil der Etappe R136 des roten Weges der Via Alpina.

ChialvettaAusgangspunkt – sommers wie winters – ist Chialvetta (1.494m), wo es zudem mit dem ganzjährig bewirtschafteten Posto Tappa „Osteria della Gardetta“ eine ausgezeichnete Möglichkeit zu einem stop-over gibt. Durch den Ort kann man noch den an den Hauswänden angebrachten rot-weißen Markierungen folgen, dahinter gibt es am Bach entlang langsam aufsteigend kaum noch Chancen, sich ernsthaft zu verlaufen. Mitten durch Pratorotondo,  wo schön restaurierte und nun modernen Anforderungen genügende Häuser neben solchen stehen, bei denen die Rampe für Heuschlitten und Vieh noch im Einsatz zu sein scheinen. Weiter auf direktem Weg ins circa 100 Viviere Meter höher gelegene Viviere, das ab September 1943, also nach der Kapitulation der Regierung Badoglio und dem darauf folgenden Einmarsch der Deutschen, ein wichtiger und strategisch gut gelegener Stützpunkt der Partisanen war.
Man läßt die Abzweigung zum Colle Ciarbonet und die ins Vallone Enchiausa rechts liegen und steuert auf die Rocca Limburny  mit der schon von weitem sichtbaren zweigeschossigen Kasematte zu. Eine von vieRocca Limburny - Opera 177len militärischen Befestigungsanlagen entlang der Strecke, aber mindestens ein Meter Schnee auf den Dächern nimmt ihnen jeglichen martialischen Eindruck. Um die Rocca Limburny herum und weiter in südöstlicher Richtung aufsteigend – wie gut, dass es so kalt ist! – verabschiedet sich circa 800 Meter vor dem Pass der Winter- vom Sommerweg: Der in der IGC-Karte verblüffend exakt eingetragenen blauen Skitourenroute folgend gelangt man nämlich nicht direkt zum Passo della Gardetta, sondern auf einen Nebenpass (2.520m), der 400 Meter weiter Richtung NNO und knapp 100 Meter höher liegt. Sei’s drum, was zählt ist die Aussicht, für die wir Bilder sprechen lassen.

Für die Statistik: ER, wie immer flinken Schrittes voran, benötigte 3 Stunden für den Aufstieg, SIE ließ sich nicht hetzen und hält 3,5 Stunden für angemessen.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

(*)Nachdem dieses wunderschöne Tal zunächst nördlich der Alpen zum Geheimtipp geworden war und nun bereits an vielen Orten auf exakt jene Ansprüche ausgerichtet wurde, die das Gros der deutschsprachigen Wanderer anscheinend hat (??), meiden wir es ein wenig. Womit wir auch der Gefahr zu entgehen hoffen, in das wilde Hauen und Stechen, das um die Gunst der zahlungskräftigen Wanderkunden aus dem Norden tobt, hineingezogen zu werden. Aber im Winter …

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Eingeordnet unter Cottische Alpen, Mairatal, Via Alpina