Von Bardonecchia ins Valle Stretta und Vallée Clarée

… fahren während der Hochsaison Busse, was nicht nur die Gelegenheit für viele attraktive Tageswanderungen bietet, sondern Bardonecchia auch zu einem Ausgangsort für Wanderungen auf dem ‚Roten Weg‘ der Via Alpina macht.

Beginnen wir mit dem Valle Stretta, das eigentlich ‚Vallée Étroite‘ heißt. Seit 1947 gehört es zu Frankreich und bildet jetzt eine Art Enklave jenseits des Alpenhauptkammes und ist ganzjährig nur vom italienischen Bardonecchia aus zu erreichen – das, wäre es allein nach dem Willen Charles de Gaulles gegangen, heute aus Grenzsicherungsgründen auch französisch wäre.

Valle Stretta, Le Grand Séru (2888m) im Hintergrund
Valle Stretta, Le Grand Séru (2888m) im Hintergrund
An der Endstation der Kleinbuslinie stehen sich mit dem Rifugio ‚Terzo Alpini‘ und dem Rifugio ‚I Re Magi‘ gleich zwei sehr nette, mittlerweile privat bewirtschaftete Hütten gegenüber, die noch vom CAI bzw. dessen Jugendorganisation CAI-UGET erbaut wurden.
Damit bietet sich unterhalb der ‚Heiligen Drei Könige‘ Pointe Gaspard (2.808m), Pointe Melchior (2.948m) und Pointe Balthazar (3.163m) eine gute Ausgangsbasis für den Einstieg in die Etappen R125/ R126 des roten Weges der Via Alpina.

Noch bis 24. August:
Ab Bahnhof Bardonecchia
täglich 09.05; 11.00; 15.30; 17.30
Ab Valle Stretta:
Täglich 09.35; 11.30; 16.00; 18.00
(Fahrkarten gibt es im Bus; Preis 2 Euro)

Aber auch wer von Bardonecchia aus eine Tagestour in das benachbarte Vallée Clarée machen möchte, findet dazu (wenigstens in der Hochsaison) beste Voraussetzungen: noch bis zum 24. August verkehrt 4-5x täglich ein Bus zwischen Bardonecchia und Briançon– und fährt dabei einen Extra-Schlenker hinein nach Névache, dem Zielort von Etappe R126 der Via Alpina.
Im Vallée Clarée gibt es zudem bereits seit einigen Jahren die ‚Navettes de la Haute Vallée de la Clarée‘: die sommerliche Überbelastung des Val Clarée durch starken Tourismusverkehr hatte durch Lärmbelästigung und Luftverschmutzung nicht nur genervte Anwohner, sondern auch zunehmend unzufriedenere Touristen und Wanderer hinterlassen. Weshalb nun im Hochsommer die ins Talende führende Straße immer gleich dann gesperrt wird, wenn dort alle Parkplätze belegt sind. Dafür gibt es nun Pendelbusse, die bis zum 31. August täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr zwischen Névache und dem Parkplatz in der Nähe des Refuge Laval verkehren.

Fahrplan der Busse zwischen Bardonecchia und Briançon

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter Briançonnais, Bus und Bahn, Susatal, Via Alpina

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