Giro del Monviso – unser neuer Wanderführer

Weil unserer Meinung nach viel zu viel von der Monviso-Region verpasst, wer den legendären, mit 3.841 Metern höchsten Gipfel der Cottischen Alpen auf den auch im deutschsprachigen Raum recht bekannten drei Etappen des ‚Giro del Monviso‘ umrundet – haben wir zwar den Namen für unseren neuen Wanderführer beibehalten, aber einen völlig anderen Ansatz gewählt:

Monviso Kernstück des Wanderführers sind deshalb eine 7-tägige (‚Giro Largo‘) und eine 3-tägige Rundwanderung (‚Giro Classico‘) um den Monviso. Aus den einzelnen Etappen dieser beiden Rundwanderwege läßt sich bei Bedarf – quasi im Baukastenprinzip – auch ein ganz individueller 4-, 5-, 6-, aber auch 8-tägiger ‚Giro del Monviso‘ zusammenstellen. Weil wir auch interessante Wegvarianten beschreiben, beispielsweise über den ‚Sentiero del Postino‘ auch das etwas versteckt liegende Rifugio Giacoletti einbinden.
zu den Rifugi Vallanta und Gagliardone Und weil ein Giro weder Anfang noch Ende hat, wollen wir die Wahl des passenden Einstieges in den gewählten Rundkurs jedem Einzelnen überlassen. Zugangswanderungen aus allen Himmelrichtungen, die für sich allein genommen viele hochattraktive Tagestouren darstellen, ermöglichen eine flexible Routenwahl:
Für die Frankreich zugewandte Seite des (allerdings rein italienischen) Monviso beschreiben wir aus dem Queyras die Wanderung von L’Echalp zum Refuge du Viso in den ‚Giro Classico‘ und von La Monta zum Rifugio Jervis in den ‚Giro Largo‘. Piemontliebhaber finden Einstiege aus dem Valle Po über die ‚Via del Sale‘ nach Pian del Re und von Oncino direkt zum Rifugio Alpetto, aus dem Rifugio Vallanta Varaitatal von Castello durch das Vallone di Vallanta (‚Giro Classico‘) und von Chianale durch das Vallone di Soustra (‚Giro Largo‘). Aus dem Val Pellice, dem bekanntesten der sogenannten ‚Waldensertäler‘, haben wir die Wanderung von Villanova zum Rifugio Jervis auf der Conca del Prà aufgenommen.
Dass wir im Adressverzeichnis alle Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Strecken (mit aktuellen Preisen und Zusatzinformationen zu Ausstattungsmerkmalen) aufführen, gehört bei unseren Wanderführern längst zum Standard. Wie auch die Anreisetipps, bei denen der Schwerpunkt auf der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln liegt. Mit dem Auto ins Wandergebiet zu gelangen, ist schließlich ein Kinderspiel – mit welchem  Bus hingegen an welchem Tag ein abgelegenes Alpental erreicht werden kann …

am Col de Traversette Den kurzen ‚Giro Classico‘ mit all seinen Highlights haben wir kurz auf unserer Seite westalpen.eu beschrieben. Dieser Rundkurs ist fast ausschließlich geprägt von der faszinierenden hochalpinen Landschaft rund um den Monviso und bietet großartige Weit- und Tiefsichten.
Wer aber die große Runde um den Monviso wandert, kann nicht nur alle ‚Gesichter‘ dieses legendären Gipfels bewundern – sondern erhält darüber hinaus auch Einblicke in Geschichte und Kultur dieser Region der okzitanischen Täler von Po, Pellice, Varaita und Guil. Wobei die beiden letztgenannten bis 1713 zum ‘Bund von Briançon‘ gehörten, in dem sich die Bewohner von 10 Talschaften um die Oberläufe von Durance, Guil, Varaita, Dora Riparia und Chianale Chisone zu einer Art Bauernrepublik mit dezentralen und für ihre Zeit überaus demokratischen Prinzipien zusammengeschlossen hatten. Dieser Charakter ist auf der ‚kleinen Viso-Runde‘ weder sicht- noch spürbar, da unterwegs weder Dauer- noch Temporärsiedlungen passiert werden. Zudem wird mit dem Val Pellice auf der größeren Runde eines der ‚Waldensertäler‘ mit einbezogen, in denen die Anhänger einer vorreformatorischen Glaubensbewegung nach jahrhundertelanger grausamer Verfolgung wenigstens phasenweise, und nur auf lokaler Ebene, einen Rückzugsraum fanden. Wer also etwas mehr Zeit erübrigen kann – dem sei die größere Runde, der ‚Giro Largo‘, ans Herz gelegt.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Der Wanderführer wird im Sommer erscheinen.

Die Fotos von oben nach unten: Monviso, zu den Rifugi Gagliardone und Vallanta, Rifugio Vallanta, am Col de Traversette, Chianale im Varaitatal

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2 Kommentare

Eingeordnet unter bergauf bergab, Cottische Alpen, Giro del Monviso, Monviso-Region, Pellicetal, Potal, Queyras, Varaitatal

2 Antworten zu “Giro del Monviso – unser neuer Wanderführer

  1. Wir haben auf verlagsinterne Abläufe leider keinen Einfluss. Sobald uns der konkrete Erscheinungstermin bekannt gegeben wird, informieren wir hier im Blog darüber.

    Gruß
    Sabine

  2. wörbach

    die saison beginnt!
    wann kommt euer monvisoführer wirklich ?

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