Forte di Vinadio im Sturatal – Montagna in Movimento

Nach einem extrem langen und besonders schneereichen Winter, der auch manche sonst ganzjährig geöffnete Passstraße wie die über den Colle della Maddalena/ Col de Larche zwischen dem piemontesischen Stura- und dem französischen Ubayetal wochenlang unpassierbar machte, haben sich an diesem ersten Juniwochenende die schweren hölzernen Tore des Forte Albertino in Vinadio wieder für die Besucher geöffnet.

Fiorte di Vinadio - Sturatal In der zwischen 1834 und 1847 im Auftrag von König Carlo Alberto errichteten Sperranlage wurde im Juli 2007 ‚Montagna in Movimento‘ eröffnet, ein Museum, das sich wie ein Pfad durch Vergangenheit und Gegenwart der Alpentäler der Provinz Cuneo windet, das darüber informiert, was Leben in den Bergen bedeutet. Gestern und heute.

Eine bessere Verwendung ließe sich für diese monumentale Anlage kaum denken, die nach einer letzten militärischen Nutzung als Kaserne 1945 von den abziehenden deutschen Truppen teilweise zerstört und danach dem allmählichen Verfall überlassen worden war. Anfang der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurden von der Comunità Montana Valle Stura zwar erste Pläne für die Restaurierung mit anschließender touristischer Nutzung angestoßen, die konnten aber erst in den letzten Jahren mit finanzieller Unterstützung der Region Piemont und etlicher Sponsoren weiterentwickelt und von der Kulturstiftung Marcovaldo konkretisiert werden. Die Räumlichkeiten würden nun so manchem Großstadtmuseum zur Ehre gereichen.

Montagna in Movimento - Forte di Vianadio im Sturatal Wer zum ersten Mal in die piemontesischen Alpen kommt, sollte sich ‚Montagna in Movimento‘ keinesfalls entgehen lassen. Weil der Percorso einen guten Überblick gibt über Themen, die die Menschen zwischen Valle Po und Valle Pesio beweg(t)en:
Die Staatsgrenzen, die in den letzten 500 Jahren gerade in dieser Region so oft verschoben wurden und die Menschen immer wieder zur Aufgabe von Nationalität und Sprache zwangen, das Okzitanische, das auch heute noch in einigen oberen Talbereichen gesprochen wird, alpenhauptkammquerende Salzstraßen, Schmuggel und Transhumanz als Broterwerb, ländliche Architektur und alpine Umwelt, aus der Not geborene Landflucht und ihre Folgen, die Gründung des italienischen Alpenvereins sowie erste Aspekte des Massentourismus. Um hier nur einige Themen aufzulisten.

Die hervorragend gestaltete Homepage des Forte di Vinadio bietet mit einem 4-minütigen Video die Möglichkeit eines virtuellen Rundganges – unterlegt mit Musik von Lou Dalfin.

Öffnungsperiode 2009:
Vom 6. Juni bis 26. September 

Öffnungszeiten:
Im Juni: Samstags und Sonntags von 14.30-19.00 Uhr
Im Juli: Donnerstag bis Samstag 14.30-19.00 Uhr und Sonntags von 10.00-19.00 Uhr
Im August: vom 1. bis 23. August Dienstag bis Samstag 14.30-19.00 Uhr und Sonntags von 10.00-19.00 Uhr,
vom 27. bis 30. August Donnerstag bis Samstag 14.30-19.00 Uhr und Sonntags von 10.00-19.00 Uhr
Im September: Samstags und Sonntags von 14.30-19.00 Uhr

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

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Eingeordnet unter abseits des Weges, Cottische Alpen, Seealpen, Sturatal

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