Das Rifugio Garelli erhält als erste alpine Schutzhütte eine Pflanzen-Kläranlage

… und Plan Les Fontainettes am Lac du Mont Cenis die nächste.

Kein Wunder, dass gerade am Rifugio Garelli im Parco naturale del Marguareis im Rahmen des italienisch-französischen Gemeinschaftsprojektes „Alcotra FITODEP“ erforscht wurde, was zukunftsweisend für alle Schutzhütten im Alpenraum sein könnte: Abwasser über eine Pflanzen-Kläranlage zu reinigen.

Die extrem artenreiche Flora in dieser Region bot beste Voraussetzungen für die Auswahl der Pflanzen, die sich am besten dafür eignen, organische Stoffe zu recyceln. Nicht umsonst ist im Valle Pesio auch die ‚Samenbank‘ des Piemonts, die ‚Banca del germoplasma vegetale della flora autoctona del Piemonte‘ angesiedelt. Die ausgesuchten Pflanzen – besonders geeignet sollen Wiesen-Sauerampfer, Schmalblättriges Weidenröschen, Weiße Taubnessel, Myrrhenkerbel, Fieberklee und die Sumpfdotterblume sein – wurden dann neben der auf knapp 2.000 Meter Höhe gelegenen und nur zu Fuß erreichbaren Hütte angepflanzt, um zu testen, ob sie dort auch gedeihen.

Das scheint geklappt zu haben: Im Juni 2014 – mit Beginn der neuen Saison – soll die Pflanzen-Kläranlage für das Rifugio Garelli in Betrieb gehen.

Die zweite Anlage dieses Pilotprojektes soll in Frankreich bei Plan des Fontainettes am Col du Mont-Cenis entstehen.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

 

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Eingeordnet unter Ligurische Alpen, Pesiotal

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